Pittel+Brauswetter – ein Unternehmen mit ausgeprägter Geschichte in der Slowakei

 

Die Geschichte unseres Unternehmens begann 1870 in Bratislava, als die beiden befreundeten Unternehmer Adolf Baron Pittel und Ing. Viktor Brausewetter ihre Zusammenarbeit starteten und daraus die Firma Pittel+Brausewetter entstand.

 

Der ursprünglich aus Ostpreußen stammende junge Viktor Brausewetter arbeitete als Chefingenieur bei der Bahnlinienplanung unter anderem für den Bau der Zentral Mährisch-Schlesischen Eisenbahn und für die Strecke Ödenburg-Bratislava-Žilina, bei der Bevölkerung auch als Považská Strecke bekannt.

Der junge Ingenieur bewies viel Geschick und technisches Know-how beim Eisenbahnbau im Gebiet der heutigen Slowakei. Ambitioniert gründete er sein eigenes technisches Büro im damaligen Pressburg (Bratislava) und bot Ingenieurdienstleistungen an.

 

Adolf Baron Pittel war ein erfahrener österreichischer Bauunternehmer mit eigener Zementproduktion, der für den seinerzeit neuartigen Romanzement Absatzmärkte suchte. Seit damals galt Adolf Baron Pittel übrigens als einer der Pioniere der Zement- und Betonindustrie.

 

Gemeinsam starteten die befreundeten Unternehmer, um die Möglichkeiten des Bauens mit Beton in der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu nutzen. Sie erkannten seine zukünftige Bedeutung für das Bauwesen sowie die Auswirkungen auf Architektur und Wirtschaft.

Es wurden die verschiedensten Bauweisen erprobt, Patente erarbeitet und in Anwendung gebracht. Vorerst war das Unternehmen hauptsächlich in der Slowakei tätig. 1880 präsentierte sich die beiden Unternehmer besonders innovativ und bauten das Kanalnetz in Pressburg. Mit diesen neuen Erfahrungswerten wurden später auch große Teile des Wiener Kanalnetzes von Pittel+Brausewetter erbaut. Die Pionierleistungen der Unternehmer fanden im Jahr 1890 auf der Land- und Forstwirtschaftlichen Ausstellung in Wien durch die Verleihung der Goldenen Staatsmedaille ihre Würdigung.

 

Durch die Industrialisierung im Europa der Jahrhundertwende, die einen enormen Baubedarf mit sich brachte, war Pittel+Brausewetter innerhalb nur einer Generation zu einer Großunternehmung mit mehr als 20 Filialen und zahlreichen Tochterunternehmungen im Gebiet der österreich-ungarischen Monarchie angewachsen.

 

Zu den bekanntesten Referenzprojekten zählen in Bratislava unter anderem die Kirche der heiligen Elizabeth, auch bekannt als Blaue Kirche, das Gebäude des Ministeriums des Seewesens (zurzeit Comenius Universität), das bekannte Konzerthaus Reduta (Heim der Bratislava Philharmoniker), das Hochhaus Manderla (mit 12 Stockwerken lange Zeit höchstes Gebäude in Bratislava), der Zentrale Markt, das neue Rathaus sowie in der Kurstadt Piestany das Hallenbad, übrigens das erste in der Slowakei, das dortige Kurhaus, der Wasserturm und die Kolonnadebrücke über den Fluss Waag. Auch für die aufstrebende Industrie wurden zahlreiche Bauten errichtet, wie zum Beispiel das Produktionsgebäude für die Zwirnfabrik Danubius in Bratislava.

 

Zwei Weltkriege haben diese Entwicklung nachhaltig verändert. Der 1. Weltkrieg brachte mit der Zerschlagung der Monarchie auch die Loslösung und Verselbständigung der Filialen und Tochterfirmen. Im 2. Weltkrieg ging nahezu die gesamte verbliebene Firmensubstanz verloren. Die Verstaatlichung im Jahre 1948 hat die unternehmerische Tätigkeit von Pittel+Brausewetter in der Slowakei für 43 Jahre unterbrochen.

 

Eine Wiederbelebung fand erst wieder im Jahre 1991 mit der Gründung der Pittel + Brausewetter s.r.o. statt. Ab 1991 wurde durch diese neu gegründete Niederlassung die Bautätigkeit wieder aufgenommen. Um die Position der Unternehmensgruppe in der Slowakei zu stärken und die lange Tradition fortzusetzen, entschloss man sich 2005, eine lokale Baugesellschaft mit wesentlichem Marktanteil vor allem im Bereich des Tief- und Straßenbaus, eigener Asphaltmischanlage und voll ausgestattetem Bauhof, durch den Kauf der TSS (Technické služby stavby s.r.o.) zu akquirieren.

 

2005 und in den darauffolgenden Jahren baute Pittel+Brausewetter am Standort Stará Vajnorská 1 das bestehende Bürogebäude zu einem großzügigen und modernen Unternehmenssitz mit Büros und Sozialräumen für rund 60 Mitarbeiter aus.

 

Vor Ort wird eine Produktionsanlage zur Herstellung und zum Verkauf von Asphaltmischgut betrieben. Es handelt sich um die modernste Mischanlage in der Stadt Bratislava mit einer Stundenproduktionskapazität von rund 120 Tonnen Heißmischgut.

 

Die Niederlassung Bratislava bedient eine umfangreiche Kundenstruktur, die öffentliche Auftraggeber und bedeutende Privatkunden umfasst.

 

Mit seiner fast 150-jährigen Geschichte in der Slowakei und speziell im Raum Bratislava, ist Pittel+Brausewetter für Werte und Qualität bekannt und geschätzt und hat sich als eines der führenden Unternehmen am Markt etabliert

 

Die Geschäftsführung und die Leitung vor Ort führen Pittel+Brausewetter in der Slowakei als modernes, effizient arbeitendes Bauunternehmen mit außerordentlicher Leistungs- und Ressourcenstärke und hohem Qualitätsanspruch.

 

Durch gezielte Mitarbeiterauswahl und deren Weiterentwicklung wird das Team in Bratislava laufend gestärkt. Daher können unsere Mitarbeiter anspruchsvollen Herausforderungen gleichwertig entgegenkommen, so dass keine Kundenwünsche offen bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adolf Baron Pittel